Unsere Erfahrungen aus der Pilotphase.



Als wir das Projekt im Rahmen einer zweiten Pilotphase im Jahr 2006 [eine erste mit einem ausgewählten, kleinen Kreis von Teilnehmenden gab es zwischen 2004 und 2006] austesteten, haben sich über 200 junge Talente zwischen 18 und 27 Jahren in den ersten zwei Wochen angemeldet. Über persönliche Gespräche konnten wir dann auch fast 80 Personen aus unterschiedlichen Unternehmensgrößen und Branchen für ein Mitwirken als Mentorin oder Mentor gewinnen. Aus ihnen gingen einige Dutzend Mentoringbeziehungen hervor, die sich vollautomatisch aus dem Tauschprozess ergaben, den wir mit der "Tauschbörse der Interessen" steuern.

 

Die "Next Generation" gab mehrheitlich an, dass ihnen das Gespräch über innerbetriebliche Entscheidungsprozesse und Arbeitsabläufe, die Gestaltung einer lebendigen Führungskultur, Menschenkenntnis, diplomatisches Handeln, Karriereplanung, Kompetenz- und Leistungsbewertung, den Umgang mit Problemen, die Unternehmenswerte und -ethik und – natürlich – auch über ihr eigenes erworbenes fachliches Wissen wichtig ist. Für diese Themen fehlt es meist an der rechtzeitigen Ausbildung und an den richtigen Gesprächspartnern. Hier ist ein gewaltiger Bedarf und eine große Chance für Unternehmen, interessierte und engagierte Jugendliche zu einem günstigen Zeitpunkt kennen zu lernen – zu einer Zeit, in der noch keine feste Berufsplanung besteht und das vertrauensvolle Gespräch mit dem Mentor auch das teilnehmende Unternehmen dem jungen Menschen näher bringen kann.

 

Das Projekt Zukunftsjugend kann sich somit auch gut einreihen in vielleicht bereits bestehende Angebote des Talent- und Nachwuchsmanagements, der ehrenamtlichen Arbeit von Fach- und Führungskräften oder als Ergänzung anderer Projektinitiativen. Die bisher beteiligten Fach- und Führungskräfte der "Competence Generation" äußerten ihre Motivation vornehmlich darin, gerne mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten und ihr Wissen weiterzugeben, aber auch von jungen Menschen selbst zu lernen. Es ist fraglos eine besondere Form der Anerkennung, wenn wertvolle Erfahrungen an die nächste Generation berufstätiger Menschen gestiftet werden können.

 

Unser Projekt Zukunftsjugend soll allen Freude bereiten, auf eine einfache und flexible Kommunikation setzen, den Geldbeutel schonen und nützlich, schnell und vernetzt sein. Wir haben gesehen, dass das Tauschsystem technisch einwandfrei funktioniert, dass die ermittelten Tandems ihre Mentoringgespräche allesamt aufnahmen und es zwischen drei und fünfzehn Kontakte untereinander im Zeitverlauf von bis zu zwei Jahren gab. Die Pilotphase endete Mitte 2008. Die uns in der Pilotphase übermittelten Anregungen haben wir eingearbeitet. Nun steht das Projekt für Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen offen. Die "Tauschbörse der Interessen" - das Herzstück des Programms, kann ebenso als Modul von großen Unternehmen, Verbänden oder Netzwerken gekauft werden, um es in geplante Mentoringprojekte zu integrieren. Sprechen Sie uns dazu bitte bei Interesse an.

 


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